Download E-books Chirurgie in Frage und Antwort: Fragen und Fallgeschichten zur Vorbereitung auf mündliche Prüfungen während des Semesters und im Examen (7th Edition) PDF

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Epiphysenverletzungen (Abb. 10. 2). Sie spielt bei der Indikationsstellung zur Operation eine wichtige Rolle. Eine Aitken-I-Fraktur (Salter II) wird in der Regel konservativ, eine Aitken-II-Fraktur (Salter III) meist operativ versorgt. Bei einer Aitken-III-Fraktur (Salter IV) ist die Indikation zur OP immer gegeben. Die Fragmente müssen in der Wachstumsfuge millimetergenau reponiert und adaptiert werden. Abb. 10. 2 Einteilung der Epiphysenverletzungen nach Aitken und Salter [L234] FRAGE Welche Komplikationen können nach Frakturen der Epiphysen eintreten? Antwort Da die Wachstumsfuge betroffen ist und Reparaturvorgänge einsetzen, werden hauptsächlich Veränderungen des Knochenwachstums beobachtet: • Wachstumsverzögerung oder -stopp • Schiefwachstum • überschießendes Längenwachstum Das Risiko für Komplikationen steigt von Aitken zero bis IV (Salter I bis V). MERKE Epiphysenverletzungen beeinflussen vor allem das Knochenwachstum: es kann zu verzögertem, schiefem oder überschießendem Längenwachstum kommen. FRAGE Bei ausgedehnten Knochendefekten, z. B. im Rahmen einer Trümmerfraktur, ist es manchmal erforderlich, eine Knochenplastik durchzuführen. Wo entnehmen Sie fabric zur Füllung des Defekts? Antwort Ausgedehnte Knochendefekte, bei denen durch große Zwischenräume eine primäre Frakturheilung ausgeschlossen erscheint, erfordern eine Füllung des Defekts mit knöchernem fabric. Infrage kommen dabei autologe oder homologe Transplantationen rein spongiösen oder kortikospongiösen fabrics. Dieses wird gewöhnlich dem Beckenkamm, seltener dem Trochanter, dem Tibiakopf, einer Rippe oder dem Radius entnommen. Nach der Operation muss die Fraktur ruhig gestellt und evtl. einer Extensionsbehandlung zugeführt werden. Eine gute Durchblutung der Knochenenden ist Voraussetzung für ein gutes Einheilen und Verwachsen des Transplantationsmaterials mit den Frakturenden. FRAGE Worin liegt die Gefahr bei ausgedehnten Weichteiltraumen nach Frakturen einer Extremität? Antwort Ausgedehnte Weichteiltraumen einer Extremität führen zu einem Fraktur- bzw. Muskelhämatom. In engen Muskellogen, wie sie insbesondere am Unterschenkel oder am Unterarm vorliegen, steigt der Gewebedruck. Dies führt zu einem Kompartmentsyndrom. Durch die Druckerhöhung im Gewebe kommt es zur Kompression der Gefäße. Die Perfusion in den distalen Arealen wird reduziert oder sogar komplett unterbrochen.